Wirkungsverstärker für Manuka Honig – Propolis & Co.

Manuka Honig und Propolis
Manuka Honig und Propolis ergänzen sich ideal. Bildquelle: Cherries / Shutterstock.com

Propolis gilt als wichtiger Mitstreiter von Manuka Honig gegen Bakterien, Pilze und Viren, denn nicht nur der reine Manuka Honig scheint wirksam. Auch Propolis als Unterstützer soll gesundheitlich ein Gewinn sein.

Propolis ist griechisch und bedeutet „vor der Stadt“. Sinnbildlich soll der Begriff wiedergeben, dass der Eingang zum Bienenstock durch Propolis gut geschützt ist. Und das funktioniert so: Wenn eine Biene mit gesammeltem Nektar in den Bienenstock zurückkehrt, muss sie quasi durch eine Propolis-Schleuse eintreten. Diese Schleuse tötet Bakterien und Viren ab, die sich auf den Bienen angesammelt haben.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass Propolis antibiotisch, antibakteriell, virustatisch und antimykotisch wirken kann. Tatsächlich verbauen Bienen Propolis nicht nur am Eingang, sondern sie verbauen damit sämtliche Ritzen innerhalb des Bienenstocks und dichten die Waben damit ab. Unter anderem durch dieses hochwirksame Naturprodukt gelingt es überhaupt, dass so viele Bienen eng eingepfercht eine gesunde Gemeinschaft bilden können, in der eingeschleppte Viren nicht zu einer Epidemie von tödlichem Ausmaß führen.

Faktencheck zu Propolis

  • Herkunft: Von Bienen hergestellte harzige Masse; Bienenkittharz genannt
  • Besonderheiten: soll antikteriell, virostatisch und antimykotisch sein
  • Wichtigste Anwendungen: Entzündungen im Mund- und Rachenraum, Ohr-Entzündungen, Stirn- und Nebenhöhlenentzündungen, Verbrennungen, Wunden, Hautkrankheiten, Magenbeschwerden, Blasenentzündungen, rheumatische Erkrankungen und Gürtelrose
  • Darreichung: Balsam, Tropfen, Creme, Tinktur, Bonbons, Kapseln, Spray, Tabletten, Lösungen

Manuka Honig und weitere Wirkungsverstärker

Pollen und Geleé Royal

Die Wirkung des Manuka Honigs lässt sich außer von Propolis auch von bestimmten Pollen unterstützen. Dabei geht es um Pollen, den die Honigbienen beim Eintritt in den Bienenstock außen abstreifen. Man nennt diese Pollen auch Pollenhöschen. Imker nehmen die Pollenhöschen ab und trocknen diese schonend. Zu haben ist der getrocknete Pollen in Apotheken und Reformhäusern.

Die Bienen nehmen den Pollen, den der Imker ihnen übriggelassen hat, später mit hinein in den Bienenstock und lassen in milchsauer vergären. Das Produkt daraus ist das sogenannte Bienenbrot. Es ist unter anderem mit dem hochwirksamen Propolis dafür verantwortlich, dass im Bienenstock keine Viren, Bakterien oder Pilze überleben und die reiche Ernte zunichtemachen.

Geleé Royal ist das sogenannte Bienenköniginnen Futter. Es besteht

  • zu 65 % aus Wasser,
  • zu 15 % aus Zucker,
  • zu 13 % aus Protein,
  • zu 7 % aus Lipiden, Mineralstoffen, Vitaminen, Säuren und anderen Stoffen.

Im Labor konnte festgestellt werden, dass Geleé Royal zum Teil antibiotisch wirkt und dabei Bakterien, Pilze und Viren abtöten kann. Generell stufen Forscher Geleé Royal als energiespendend ein – und zwar in körperlicher und geistiger Hinsicht. Rührt man Geleé Royal in Manuka Honig ein, soll das Wirkspektrum des Honigs entsprechend verstärkt werden können. Eine empfehlenswerte Mischung stellen 25 g Geleé Royal auf 500 g Manuka Honig dar.

Grüner Tee und Manuka Honig

Ausgehend von einem Selbstversuch von dem pensionierten Heidelberger Hämatologen Professor Werner Hunstein, der in einem Artikel in der Zeitung „Welt“ im Jahr 2007 erschien, erfuhren Leser von den überraschenden Auswirkungen des grünen Tees. Der Professor setzte auf die Bioaktivstoffe des Naturprodukts, um sich selbst gegen Amyloidose (organschädigende Eiweißablagerungen) zu behandeln. Die Ergebnisse waren extrem positiv und haben renommierte Kliniken weltweit dazu veranlasst, eigene wissenschaftliche Untersuchungen anzustrengen. Einige Studien ziehen den Schluss, dass eine Kombination von grünem Tee mit Manuka Honig empfehlenswert ist.

Aloe Vera und Manuka Honig

Die Wirkpalette von Aloe Vera ist sehr breit. Aloe Vera soll Berichten zufolge Entzündungen im Mund und Rachenraum bekämpfen und Verdauungsprobleme regulieren. Auch Juckreiz lässt sich lindern und Infekte der Haut bis hin zu Verbrennungen behandeln.


Autorin

Natalie Berger
Medizinredakteurin