Manuka Honig und Krebstherapie – Hoffnung auf Heilung?

Manuka Honig bei Krebs
Manuka Honig kann Krebs nicht heilen allerdings die Krebstherapie unterstützen. Bildquelle: Photographee.eu / Shutterstock.com

Manuka Honig werden antikarzinogene Eigenschaften nachgesagt. Bei Krebspatienten soll Manuka Honig die Hauptwirkung der Medikamente verstärken und gleichzeitig die schmerzhaften und unangenehmen Nebenwirkungen der Therapie eindämmen. Gleiches gilt für Propolis.

Die Aussagen zur Wirkung von Bienenprodukten bei Krebserkrankungen sind vielfältig. Überwiegend stufen Abhandlungen in Fachbüchern wie zum Beispiel von Ehmann, Frank, Hainbuch, Köwing und Oppermann Bienenprodukte als unterstützend bei Krebserkrankungen ein. Einige andere Autoren (Lund, Standgaciu, Uccusic) sind der Auffassung, dass eine direkte Wirkung vorliegt. Weitere Fachleute (Dany, Oldhaver, Oppermann und Percie du Sert) sagen, dass eine vorbeugende Wirkung gegen Krebs feststellbar sei.

Die Quellen sind teilweise schon mehr als 20 Jahre alt, doch es gibt auch zahlreiche aktuelle Unterlagen, die erst 2015 unter wissenschaftlichen Aspekten bearbeitet und veröffentlicht wurden. Immerhin 8 Fachbücher lassen den Schluss zu, dass Bienenprodukte wie Manuka Honig Nebenwirkungen konventioneller Krebsbehandlungen lindern können. Fünf Autoren sind der Auffassung, dass Bienenprodukte direkt wirken und zwei schreiben ihnen messbare therapeutische Wirkungen zu. Details zu vorliegenden Studien sind im Kapitel Forschungsergebnisse zu finden.

Mit Manuka Honig Krebs vorbeugen – Wahrheit oder Hoffnung?

Es gibt eine Fülle von Hinweisen, die auf die Wirksamkeit von Honig generell gegen Tumorzellen schließen lassen. Das Problem ist, dass diese Hinweise aus Untersuchungen stammen, die lediglich im Labor stattgefunden haben. Randomisierte Doppelblindstudien gibt es wenige. Jedenfalls lässt sich nicht schlüssig ableiten, dass Bienenprodukte grundsätzlich Tumorerkrankungen verhindern können. Auch gegenteilige Studien liegen vor, die keinerlei Wirkung in Hinblick auf Tumorverhinderung zeigen. Immer wieder wird behauptet, dass Imker angeblich ein sehr geringes Risiko haben, an Krebs zu erkranken. Allerdings lassen sich diese Quellen nicht zurückverfolgen, sie sollen aus Russland stammen, aber eine exakte und prüfbare Quellenangabe lässt sich nicht aufspüren.

Im Internet kursieren Gerüchte, dass Manuka Honig Krebserkrankungen heilen könne. Eine unabhängige und haltbare Bestätigung allerdings liegt derzeit nicht vor. Besser allerdings sieht es bei der ergänzenden Therapie mit Manuka Honig aus. Zur Linderung der schmerzhaften Nebenwirkungen, die bei Krebsbehandlungen auftreten, kann Manuka Honig eine ausgezeichnete Wahl sein, wenn wir den Studien und Erfahrungsberichten Glauben schenken.

Manuka Honig lindert Nebenwirkungen konventioneller Krebstherapien

Manuka Honig in der Krebstherapie
Abbildung: Gesicherte Dienste des Manuka Honig in der Krebstherapie.

Manuka Honig soll den Körper entgiften und den Gewichtsverlust im Zuge einer Krebstherapie aufhalten. Außerdem wird berichtet, dass der Honig das Immunsystem stimuliert. Der Konsum von Manuka Honig soll antioxidative Wirkungen im Körper entfalten und Radikale einfangen, die den Körper belasten. Soweit die vermuteten Effekte von Manuka Honig.

Nun die subjektiven und objektiv messbaren Konsequenzen von Manuka Honig:

  • Die Schleimhäute regenerieren unter der Behandlung von Manuka Honig deutlich besser.
  • Manuka Honig lindert das Schmerzempfinden an den Schleimhäuten.
  • Betroffene erleben beim Konsum von Manuka Honig im Zuge einer konventionellen Krebstherapie, dass
    • sich die Schlafgewohnheiten einpendeln,
    • sich der Stuhlgang normalisiert,
    • der Appetit sich gesund entwickelt und
    • das Wohlbefinden besser wird.

Positive Effekte von Manuka Honig

Positive Effekte bei Krebsoperationen

Wird ein krebskranker Mensch an den Tumoren operiert, ist das Ziel in der Regel, den Tumor vollständig zu eliminieren. Außerdem prüfen Ärzte, ob der Tumor gestreut hat oder das Lymphsystem in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Probleme, die sich als Folge der Krebsoperationen entwickeln können, unterscheiden sich in Abhängigkeit der operierten Region und dem allgemeinen Zustand des Patienten. Generell allerdings treten in vielen Fällen Wundheilungsstörungen auf. Der Manuka Honig kann dabei helfen, die entstehenden Wundinfektionen in den Griff zu bekommen.

Wundheilung bei Krebsoperationen

Honig vom Manuka Strauch kann bei Wunden mit antibiotikaresistenten Viren und Keimen wirksam sein. Darauf deuten viele Studien hin. Es spricht daher nichts dagenen, Manuka Honig bei Wundheilungsstörungen von operierten Krebspatienten zu verwenden.

  • Manuka Honig kann antibakteriell wirken, indem er die Lebensgrundlage für die Bakterien entzieht (osmotische Effekt).
  • Die Inhaltsstoffe des Manuka Honigs scheinen gegen fast alle Bakterienarten zu wirken.
  • Der Hauptwirkstoff in Manuka Honig ist Methylglyoxal (MGO). Es scheint sich mit der Erbsubstanz der Bakterien zu verbinden und deren Stoffwechselprozesse zum Vorteil des Menschen zu verändern.
  • Im Honig befinden sich Defensine. Diese ähneln Antikörpern in tierischen Organismen. Ihre Aufgabe ist die Zerstörung von Bakterien und Viren.
  • Da der pH-Wert von Honig leicht sauer ist, kann er auch über diesen Weg weiteres Bakterienwachstum stoppen.

Positive Effekte bei Chemotherapie

Werden Krebspatienten mit einer Chemotherapie behandelt, müssen diese mit unangenehmen Nebenwirkungen rechnen. Dazu gehören Haarausfall und Übelkeit, Depressionen und Erschöpfungszustände. Manuka Honig kann gegen diese Nebenwirkungen messbar nichts ausrichten. Doch Schleimhautprobleme, Nervenschädigungen und Herzschädigungen lassen sich mittels Manuka Honig abmildern, darauf deuten wissenschaftliche Untersuchungen hin. Mundschleimhautentzündungen lassen sich mit reinem Honig sowie einer Mischung aus Honig, Olivenöl, Propolis und Bienenwachs meist gut behandeln.

Zumindest in Tierexperimenten zeigte sich, dass Bienenprodukte eine Schädigung des Herzmuskels zum Teil verhindern und auch Nervenschädigungen weniger stark ausfallen lassen. Hierzu gibt es keine haltbaren Untersuchungen, nur die Erfahrungsberichte einzelner Ärzte und Betroffener untermauern diese Aussagen.

Positive Effekte bei Strahlentherapie gegen Krebs

Je nachdem, welche Körperregion bestrahlt wird, kann es zu heftigen Nebenwirkungen kommen. Unter anderem wird die Haut wie bei einem starken Sonnenbrand gereizt. Dieser Effekt ist auch als Strahlendermatitis bekannt. Werden die betroffenen Hautpartien mit Manuka Honig behandelt, können sie schneller abheilen, als wenn nach konventioneller Methode fettes Paraffin benutzt wird. Wie bei Brandwunden auch, kann der Manuka Honig Strahlendermatitis erträglicher machen. Eine einmalige Anwendung ist allerdings nicht ausreichend. Es empfiehlt sich generell die fortgesetzte Nutzung des Naturproduktes bis zum Abklingen der Beschwerden.

Leiden Patienten unter Tumoren im Mund, Rachen und Hals, entzünden sich die Schleimhäute schwer. Bakterien infizieren Mund und Rachenraum, Patienten können enorm schnell an Gewicht abbauen. In dieser extrem beschwerlichen Situation kann es zur Verzögerung bei der Bestrahlung kommen, weil der menschliche Organismus sich erst wieder erholen muss, um die nächste Strahlendosis zu verkraften. Das kostet Zeit, manchmal mehr Zeit, als Betroffenen bleibt.

Manuka Honig kann dabei helfen, die Schleimhäute widerstandsfähiger zu machen und bereits geschädigte Schleimhäute schneller heilen zu lassen. Auch konventioneller Naturhonig, der nicht industriell verarbeitet wurde, kann hilfreich sein. In Kombination mit einer sehr guten Mundhygiene lässt sich die Zahl der Bakterien eindämmen und der Entzündungswert eindämmen.

Positive Effekte zur Geruchsunterdrückung

Warten Patienten zu lange, bis sie mit einem Tumor zum Arzt gehen und dieser durchbricht bereits die Haut, sondert der Tumor in der Regel stark eiweißhaltige Flüssigkeit ab. Dieses Sekret, auch Exsudation genannt, riecht sehr unangenehm. Der Geruch veranlasst Patienten dazu, sich von ihrer Umgebung zurückzuziehen.

Um diesen Geruch einzudämmen, ist der Einsatz von Manuka Honig möglich. Betroffene schmieren den Manuka Honig auf eine Bandage und wickeln diese um die nässenden Hautpartien. Auch wenn es nicht das vorrangige Ziel dieser speziellen Behandlung mit Manuka Honig ist, die Wundfläche zu verkleinern, so geschieht das dennoch in einigen Fällen. Ob das tatsächlich nur an der Wirksamkeit des Manuka Honigs liegt, ist zwar nicht geklärt, aber es liegt nahe.

Zur primären Behandlung von durchgebrochenen Tumoren ist Manuka Honig nicht geeignet, er sorgt aber dafür, dass die Bakterienaktivität eingeschränkt werden kann, die zu dem unangenehmen Geruch führt. Wer unter den beschriebenen Symptomen leidet, sollte schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen.

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