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Herstellung von Manuka Honig

Manuka Honig Herstellung

Währen für die Herstellung von Manukaöl die Manukablätter nach wie vor in mühsamer Handarbeit geerntet werden, wird der Manuka Honig von fleißigen Bienen gesammelt. Wobei die Bienen keinen fertigen Manuka Honig, sondern den Nektar der Manukablüten sammeln.

Im Nektar ist bereits eine Vorstufe des besonderen Wikstoffes Methylglyoxal (MGO) enthalten. Es handelt sich dabei um Dihydroxyaceton, einem Stoff, der bereits im Nektar vorkommt und der mit der Reifung des Honigs in MGO umgewandlet wird, der Stoff, dem der Honig seine antimikrobielle Wirkung zu verdanken hat. Mit der Reifung des Honigs nimmt auch die MGO-Konzentration und damit auch die antimikrobielle Wirkung des Manuka Honigs zu.

Grundsätzlich sagt unsere deutsche Lebensmittelverordnung, dass "Honig ein Produkt ist, welches Honigbienen aus dem Nektar erzeugen". Das, was zunächst ganz logisch und bekannt klingt, hat weitreichende Konsequenzen. Es bedeutet nämlich, dass die Erzeuger die Bienen nicht mit anderen Stoffen füttern dürfen, schon gar nicht mit Zucker. Tun sie das und die Bienen benutzen die Zusatzstoffe im weiteren Prozess, darf das Endprodukt nicht als Honig verkauft werden. Diese Norm gilt aber nur in Deutschland. Außerhalb der EU gelten andere Vorschriften.

Der Nektar, den die Ligistica Bienen sammeln, entwickelt sich aus dem Siebröhrensaft der Manuka Pflanze. Der Nektar lockt die Bienen an, damit diese ihre Bestäubungsarbeit am Strauch vornehmen. Die Bienen hingegen verrichten diese wichtige Aufgabe nebenbei. Ihr vorrangiges Ziel ist es, den Nektar zu sammeln, weil der daraus entstehende Honig Futter für das Bienenvolk ist. Honigbienen sind sehr fleißig, sie legen einen enorm großen Vorrat für harte Zeiten im Winter an. Wer profitiert, ist der Mensch, der die Früchte ihrer Arbeit erntet.

Video über die Herstellung von Manuka Honig

Prozess vom Nektar bis zur Ernte

Natürlicher Trocknungsprozess durch die Bienen

Herstellungsprozess von Honigprodukten
Abb: Herstellungsprozess von diversen Honigprodukten wie Honig, Gelee Royal und Propolis

Das Sammeln des Nektars allein reicht jedoch nicht aus, damit Honig entsteht. Bienen nehmen den Nektar auf und dieser landet in ihrem Magen. Im Magen der Bienen kommen Fermente und Enzyme zum Nektar und spalten die Saccharose im Honig in Glukose und Fruktose auf. Das Enzym Glucoseoxidase spaltet die Glukose in Glukosesäure und Wasserstoffperoxid weiter auf. Im Stock würgt die Biene das Gemisch heraus und übergibt es an andere Bienenarbeiterinnen, die dann mehrfach durch ihren Speichel und die darin enthaltenen Enzyme das Zuckerspektrum des werdenden Honigs verändern.

Der Nektar besteht zu rund ¾ aus Wasser. Das ist ungünstig für die Bevorratung über den Winter, weil dann ein Gärungsprozess die mühselige Arbeit zunichtemachen würde. Deshalb müssen Bienen ihren Honig mit ihren Flügeln belüften und soweit trocknen, bis sein Wassergehalt auf etwa 20% gesunken ist. Während dieses Trocknungsprozesses verschwinden rund 50-55 % der einstigen Feuchtigkeit, sodass ein Gehalt von 20% Wasser übrigbleibt. Ein Blick in die deutsche Honigverordnung zeigt, dass echter Honig maximal 21 % Wasser enthalten darf. Der Manuka Honig beinhaltet in der Tat nur 18 - 20%, ein exzellentes Arbeitsergebnis der fleißigen Bienen. Der Honig ist reif, wenn der Wassergehalt die magische 20% Marke unterschreitet. Die Bienen zeigen die Reife des Honigs an, indem sie die Wabe mit einem Wachsdeckel verschließen.

Die Arbeit der Bienen ist unersetzlich und sie brauchen möglichst ideale Bedingungen, um beste Ergebnisse zu erzielen. Imker, die ihren Standort in der Nähe von belasteten Arealen haben (z.B. in der Nähe von konventionell bewirtschafteten Agrarflächen, die mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden), haben das Nachsehen. In ihrem Honig werden sich nämlich Rückstände derselben finden und das disqualifiziert den Manuka Honig bei gesundheitsbewussten Verbrauchern. Und da anzunehmen ist, dass Manuka Konsumenten aus gesundheitlichen Gründen zu diesem wirksamen Naturprodukt greifen, sind Rückstände von Pflanzenschutzmitteln ein K.O.-Kriterium für guten Manuka Honig.

Ernte des hochwertigen Manuka Honigs

Die Ernte erfolgt, indem der Manuka Honig den Honigwaben entnommen wird. Das Bienenvolk bekommt leere Waben als Ersatz und es darf seine Arbeit fortsetzen. Verantwortungsvolle Imker achten akribisch darauf, dass den Bienen noch genug Honig zum Überleben bleibt. Denn der Honig ist das Nahrungsmittel der Bienen und damit existenziell.

Die Waben werden mittels Honigschleuder durch Zentrifugalkraft abgeerntet. Die hohe Fliehkraft sorgt dafür, dass der Honig aus den Waben fließt und in einem Behälter gesammelt wird. Bevor dieser Prozess startet, müssen die kleinen Wachsdeckel entfernt werden, die die Bienen auf jeder einzelnen Wabe angebracht haben. Der gewonnene Honig wird noch durch ein Sieb gegeben, damit Rückstände dieser Wachsdeckel, Pollenklumpen und andere Verunreinigungen aus dem Honig entfernt werden. Abschließend rühren die Imker den Honig durch. Dadurch erreichen sie rein optisch ein gleichmäßiges Bild.

Deutsche Imker dürften keine weitere Verarbeitung des Honigs vornehmen, auch die künstliche Extraktion der Feuchtigkeit ist untersagt. Kommt der Honig aber aus dem Ausland, kann es durchaus sein, dass dem Honig durch weitere Arbeitsschritte Inhalts-und Aromastoffe entzogen werden. Sogar mit Hitze behandelte Honigsorten sind auf dem Markt. Diese haben quasi keine wirksamen Inhaltsstoffe mehr und sollten nicht gekauft werden.

Die magische 51%-Marke als Reinheitsnachweis

Die Konzentration von MGO in Manuka Honig kann schwankend sein. Grund ist, dass die Bienen nicht nur den Manukastrauch anfliegen, sondern auch Pflanzen, die zur selben Zeit oder kurz danach blühen. Tatsächlich müssen Imker dafür sorgen, dass sie möglichst kurz nach der Manuka-Tracht den Honig schleudern. Ein Manuka-Honig wird als „rein“ bezeichnet, wenn er sich 51 % aus Nektar von Manuka entwickelt hat.

 

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Hinweis:
manukahonig-neuseeland.de