Forschungsergebnisse zu Manuka Honig

Das Zuckerabbauprodukt Methylglyoxal

Als Inhaltsstoff in Manuka Honig wird vor allem das Zuckerabbauprodukt Methylglyoxal genannt, das für die besondere Wirkung bei Wundheilungsstörungen bekannt ist. Bislang gibt es unterschiedliche Auffassungen im Internet dazu, ob das Methylglyoxal bereits im Nektar der Südseemyrte enthalten ist oder erst durch die Verarbeitung der Bienen entsteht.

In der Technischen Universität Dresden (TUD) gelang es, die Konzentration des Zuckerabbauproduktes in unterschiedlichen Manuka Honigen aus Neuseeland zu ermitteln und „in vitro“ die antibakterielle Wirkung mengenmäßig nachzuweisen. Dazu nutzten die Wissenschaftler die HPLC-Methode (Hochleistungsflüssigkeitschromatographie) und stellten dabei einen bis zu 100 fachen höheren Methylglyoxal-Gehalt fest als in anderen Honigsorten, die im Handel erhältlich sind. Eine interessante Entdeckung dabei ist, dass das Methylglyoxal hitzebeständig ist und auch nach dem Erhitzen keine Verringerung seines Gehaltes im Honig festzustellen ist.

Manuka Honig Empfehlung

Dihdroxyaceton ist Ausgangsstoff des Methylglyoxal

Aber nicht nur in Dresden wird geforscht, auch in an der Universität von Waikato in Neuseeland. Die Forscher in Neuseeland fanden heraus, dass verschiedene Anionen (negativ geladenen Ionen) im frisch gesammelten Honig erst durch den Entzug der Feuchtigkeit des Inhaltsstoffes Dihdroxyaceton das Methylglyoxal entstehen lässt.

Weitere Forschungen ergaben, dass der Methylglyoxal-Gehalt im reifen Manuka Honig, je nach Herkunft, schwankt. Diese Erkenntnis wird dazu genutzt, gezielt Manukasträucher mit einem hohen Wirkstoffgehalt zu züchten und anzubauen.

Verwandte Südseemyrte-Arten, beispielsweise die Kanuka, entwickelt das Methylglyoxal im Honig nicht, da hier der wichtige Ausgangsstoff Dihdroxyaceton fehlt. Diese Honigsorten sind daher für bestimmte medizinische Zwecke ungeeignet.

Manuha Honig und das diabetische Fußsyndrom

Manuka Honig wird derzeit unter anderem in einer Klinik in Berlin in klinischen Studien beim diabetischen Fußsyndrom erforscht. Der Honig wird mittels einer feuchten Wundauflage auf die Wunde gebracht und erzeugt so ein feuchtes Wundmilieu, das sich selbst desinfiziert. Dies bewirkt bei den Patienten eine schneller Wundheilung und geringere Narbenbildung.

Da bislang nur eine geringe Anzahl von klinischen und tierexperimentellen Studien durchgeführt wurden, wird zwar die Anwendung auf nicht-chronischen Wunden befürwortet, auf chronischen hingegen nicht. Aufgrund der Schmerzentwicklung bei einer Manuka Honig-Behandlung rät die Deutsche Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung e.V. ebenfalls eine Behandlung chronischer Wunden ab, was in deren S3-Leitlinie nachzulesen ist.